das war schon frech von mir heute bei der teamassisstenz nach adressaufkleber zu fragen. und die dann auch noch bedruckt haben zu wollen. also echt, jetzt mal. da kann ich schon verstehen, wenn da als antwort mal einfach ein »nö« kommt. obwohl ich will nicht ungerecht sein, immerhin hat sie noch gefragt, ob ich die den brauchen würde, die bedruckten adressaufkleber. da hab ich dann schon schnell eingelenkt: »nee, absolut nicht. ich wollte nur mal fragen, ob wir so was hätten, wenn ich jemals adressaufkleber brauchen sollte… für alle fälle halt, weißte.«

kenn ich ja, diese spielchen mit ihr. kommt man in ihr büro, ist sie meist am telefon – privatgespräch. man kann dann entweder sofort wieder den raum verlassen und so tun als hätte man sich verlaufen. oder man drückt sich ein bisschen herum und versucht so zu signalisieren, dass man ein anliegen hat. da kommt dann auch irgendwann, bei zugehaltener sprechmuschel, die frage: »wolltest du was von mir?« bejaht man dies unverschämterweise, wird der hörer mit unmut aufgelegt, nicht jedoch ohne dem anrufer vorab zu versichern, dass sie ihn gleich wieder zurück ruft. fragt man dann nach xyz, kommt bestimmt eine dieser standardantworten: »hamm wa nich’, kann ich nich’, gib’s nich’ oder das kannste doch schnell selber machen.« während man sich frustriert abwendet, wird der telefonhörer abgenommen, um das so sinnlos unterbrochene gespräch wieder aufzunehmen. immerhin hat man für neuen gesprächsstoff gesorgt.

schafft man es unserer teamassisstenz doch mal eine aufgabe unterzujubeln, kann man sich sicher sein, dass man mit 305 rückfragen, dem falsch ausgestellten zug- oder flugticket und einer miesen hotelbuchung rechnen kann.

ergebnis: alle mitarbeiter bemühen sich unserer assisstentin möglichst wenig arbeit zu geben und alles, inklusive adressaufkleberbedrucken, selber zu erledigen. für die teamassisstenz ein absolut befriedigendes ergebnis mit absolut lernfähigen mitarbeitern!

das einzige was mich wenig gewundert hat, ist ihre beichte vor einigen tagen: »ich in ja in diesem job auch total unterfordert.«